Weniger Flash-Werbung wegen Safari-Aktualisierung

Mit dem Update auf Apple OS X 10.9 »Mavericks« wird im Webbrowser Safari die Funktion, Flash automatisch abzuspielen, standardmäßig deaktiviert sein. Flash muss dann angeklickt werden. Die technologische Änderung hat unmittelbar Einfluss auf die Werbung und die Werbetreibenden, die nun umdenken müssen.

Werbefilter schaden auch den Seitenbetreibern

Die Zusatzprogramme, die Werbeanzeigen aus Webseiten filtern, werden vor allem deshalb eingesetzt, weil die Werbung stört. Sie blinkt zu aufdringlich und legt sich über den Text, den die Besucher lesen wollen. Eine Abkehr von Flash durch die neue Aktualisierung ist eine mögliche Reaktion. Doch dann bleibt immer noch das Problem der AdBlocker, die Anzeigen auf Internetseiten wertlos machen. Unbestritten ist nämlich gleichzeitig, dass die Macher von Online-Angeboten Anzeigeneinnahmen brauchen, schließlich müssen sie ihre Auftritte finanzieren. Als Bezahldienst erreicht die Internetseite zwar noch ihre treuesten Besucher, neues Publikum bleibt aber ausgeschlossen.

Marketingabteilungen müssen umdenken

Für die Werbewirtschaft stellt sich die Aufgabe, Anzeigen so zu gestalten, dass sie Aufmerksamkeit erregen, ohne störend zu wirken. Sicherlich nicht geeignet sind Werbefilme, die automatisch abspielen und irritieren, weil Geräusche aus den Lautsprechern kommen – das überfällt die Besucher einer Internetseite und ist zu extrem. Blinkende Annoncen reichen jedoch auch nicht, um motiviert zu sein, deren Inhalt herauszufiltern. Dann ist Werbung sinnlos, weil sie nicht mehr wahrgenommen wird.

Ein ewiger Wettstreit

Es sieht nach einem Wettkampf Werbetreibende gegen Werbefilter aus. Vielleicht ist es einfach ein deutlicher Hinweis vom Konsumenten an den Werber – was weniger aufdringlich auftritt, wird mehr wahrgenommen. Laute oder aufploppende Werbung wird beim Kunden nicht zum Erfolg führen, denn er wird es eher genervt wegklicken. Wenn ein dezent beworbenes Angebot aber interessiert, dann bekommt es auch Klicks. Bleibt abzuwarten, wie die Werbebranche auf die Trends reagiert.

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